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utensilien für kirchenführer


Wenn Sie unsere Kirchen außerhalb der Gottesdienste betreten wollen, wird dies durch die Menschen in der Gemeinde ermöglicht, die unter dem Begriff "Offene Kirche" ehrenamtlich agieren. Auch gibt es in unserer Gemeinde Menschen, die Ihnen auf Wunsch das Innere zum Beispiel näher bringen. Einer von ihnen, Herr Uwe Koch, schildert, wie er dafür ausgebildet wurde:
Meine Ausbildung zum Kirchenführer

Das Pädagogisch Theologische Institut (PTI) der Ev. Luth. Kirche Nordelbien bot im Sommer 2007 Interessierten eine Ausbildung zur Kirchenführerin bzw. zum Kirchenführer an. Im August begannen 22 Entschlossene die Ausbildung. Zum Leitungsteam des Ausbildungs-seminars gehörten eine Kirchenpädagogin, eine Pastorin und zwei Pastoren.

Die Seminarteilnehmer/innen kamen aus allen Teilen Nordelbiens, aber auch aus kath. Gemeinden. Da traf u. a. die junge Frau um die 25 auf einen Rentner um die 70, der Anwalt um die 40 auf die gerade pensionierte Lehrerin. Ich war ebenfalls gerade Pensionär geworden und suchte nach einer neuen Herausforderung, da kam mir dieses Angebot gerade recht.

Die vielseitigen Themen und die praktischen Übungen vor Ort in diversen Kirchen Nordelbiens verstärkten die Freude an der Mitarbeit im Team und an ersten eigenen Präsentationen. In den Ausbildungsorten Hamburg, Lübeck, Meldorf, Bad Segeberg, Schleswig, Kiel, Ratzeburg und Rendsburg waren es vor allem die alten Kirchen, in denen wir uns immer an Sonnabenden zur Ausbildung trafen. Einzig in Rendsburg waren wir mit der Kirche St. Jürgen in einer neueren Kirche, zudem gab es 3 Wochenendseminare. Wir vertieften unser Wissen über die Bibel, die Kirchenbaukunst, die Theologie der Kunstwerke in den Kirchen. Eine Einführung in die christliche Ikonographie und Ikonologie gehörte ebenso zum Ausbildungsprogramm, wie vor allem die Kirchenpädagogik.

Nach einem schriftlich ausgearbeiteten Konzept legte man dann bis Mitte Februar 2009 eine praktische Prüfung als Kirchenführerin bzw. als Kirchenführer ab. Wenn sich das Ausbildungsseminar nun im März nach einem letzten gemeinsamen Wochenende in Ratzeburg auflöst, wollen wir uns aber, die wir uns im Laufe der Zeit so aneinander gewöhnt haben, schon im Mai wieder treffen: zu einer Fahrradtour durch Angeln mit Kirchenführungen in 3 Kirchen. So soll es dann weitergehen.

Die Nächstenliebe gebietet uns, so sagt der Rostocker Theologe Eilhardus Lubinus (1565 – 1621), dass man das, was Gott uns zum Wohl unseres Geschlechts gelehrt hat, allen mitteilen soll und das es um so mehr und um so besser allen zugute kommt, je mehr Menschen daran teilhaben können. Ich werde darum im Sommer - an Themen orientierte – Kirchenführungen, zunächst einmal nur in der St. Marien-Kirche, anbieten. Das am Ende der Ausbildung erworbene Zertifikat berechtigt mich, in allen evangelischen Kirchen Kirchenführungen durchzuführen.

Uwe Koch

18.02.09